Num ansom chek: Das authentische Rezept des kambodschanischen Bananenkuchens aus Klebreis
Im Cambodge begleitet der Num ansom chek große Familien- und religiöse Feste. Klebreis, Banane, Kokosnuss und Palmzucker bilden dieses gedämpfte Dessert – einfach und wohlriechend.
- März 2025
Wie alle Länder Südostasiens verfügt auch Cambodge über eigene süßliche Spezialitäten. Unter den unverzichtbaren Desserts und Süßigkeiten findet sich der berühmte Num ansom chek. Es handelt sich um einen Kuchen aus Klebreis, der mit verschiedenen salzigen oder süßen Zutaten gefüllt und in Bananenblättern gedämpft wird. Heute präsentieren wir Ihnen das Rezept für Num ansom chek – eine süße Variante mit Bananen!
Was ist Num ansom chek?
Der Num ansom chek ist ein traditioneller kambodschanischer Kuchen aus gesüßtem Klebreis mit Bananenstücken. Das Ganze wird in ein Bananenblatt gewickelt, zu einem Zylinder geformt und dann gedämpft. Obwohl man diese Kuchen auf Straßenmarktständen findet, werden sie traditionell zu den Festlichkeiten des kambodschanischen Neujahrs, zum Pchum Ben (buddhistisches Fest zu Ehren der Ahnen) sowie zu religiösen Zeremonien und Hochzeiten zubereitet.
Wissenswert: Es gibt mehrere Varianten des Num ansom. In einigen Rezepten ersetzen Jackfruchtstücke oder eine Paste aus Mungobohnen die Bananen. Es gibt auch eine herzhafte Variante: den Num ansom chrouk, in dem Schweinefleisch die Früchte ersetzt. Obwohl das authentische Rezept durch Dämpfen zubereitet wird, ist es nicht ungewöhnlich, dass Einheimische die Num ansom frittieren oder grillen.
Wie bereitet man Num ansom chek wie im Cambodge zu?
Vorbereitungszeit: 30 Minuten (ohne Einweichen des Reises)
Garzeit: etwa 1 Stunde
Zutaten für etwa zehn Stücke:
- 2 Tassen Klebreis
- 3 bis 4 reife Bananen
- 1 frische Kokosnuss, fein gerieben (oder 400 g bereits geriebene Kokosnuss)
- 120 ml Palmzuckersirup (Jaggery)
- 1 Prise Salz
- Bananenblätter
- Schnur oder Zahnstocher zum Befestigen der Verpackung
Zubereitung:
Schritt 1: Weichen Sie den Reis bereits am Vortag oder mehrere Stunden vor der Zubereitung mindestens 3 Stunden ein (idealerweise über Nacht). Spülen Sie den Reis ab und lassen Sie ihn abtropfen.
Schritt 2: Sobald der Reis abgetropft ist, fügen Sie Salz, Palmzucker und geriebene Kokosnuss hinzu und vermischen Sie alles. Lassen Sie die Mischung etwa 15 Minuten ruhen, damit der Reis die Aromen aufnimmt.
Schritt 3: Bereiten Sie in der Zwischenzeit die Bananenblätter vor. Diese sollten einige Minuten in der Sonne gelegen haben, um zu erhärten. Reinigen Sie sie und wischen Sie sie mit einem sauberen Tuch ab, schneiden Sie dann Stücke in gleicher Größe zurecht: etwa 15 x 20 cm.
Schritt 4: Legen Sie die Bananenblätter mit den glänzenden Seiten nach unten auf die Arbeitsfläche. Geben Sie etwas der Klebreismischung in die Mitte (etwa 3 Teelöffel). Fügen Sie Bananenstücke oder eine halbe Banane hinzu und drücken Sie sie leicht in den Reisbrei. Wiederholen Sie den Vorgang mit jedem Bananenblatt, bis der Reis aufgebraucht ist.
Schritt 5: Falten Sie die Bananenblätter so, dass Zylinder entstehen, und befestigen Sie sie mit Schnur oder Zahnstochern. Wissen Sie nicht, wie Sie vorgehen sollen? Sie können sich an diesem Video-Tutorial inspirieren: Wie man das Bananenblatt faltet.
Schritt 6: Legen Sie die Kuchen in einen Dampfgarer und garen Sie sie etwa 1 Stunde lang. Nach dem Garen vor dem Genießen abkühlen lassen.
Guten Appetit!
Florine Dergelet
Florine DergeletSeit über 10 Jahren als Webschriftstellerin tätig, ist Florine Dergelet eine Reisende, die von dem Wunsch erfüllt ist, die Welt mit offenen Sinnen zu entdecken. Jeder ihrer Artikel ist eine Einladung, innezuhalten, zuzuhören und zu verstehen. Denn für sie bedeutet Reisen nicht, Länder auf einer Karte abzuhaken, sondern unsichtbare, aber immer kraftvolle Bindungen zu Orten, Völkern und allen möglichen Lebewesen zu schaffen. Ihr Credo? Reisende ethisch beraten, ihr Bewusstsein für Tierwohl, Respekt vor Kulturen und die Bedeutung eines bescheidenen und nachhaltigen Tourismus schärfen. Denn die schönsten Erinnerungen entstehen oft abseits der Scheinwerfer, im Schatten eines Pfades, am Rande eines Gesprächs oder im sanften Hauch einer Welt, die man sich endlich Zeit nimmt, zuzuhören...


